Doppeltes Alu-Pech beim 0-0 gegen Eintracht Frankfurt

Der FC St. Pauli punktet auch am 3. Spieltag in Folge. Nach den Siegen gegen Bremen und in Hoffenheim endete die Partie des 25. Spieltags torlos. Die größten von wenigen Chance hatte in einem körperlichen, aber nicht unfairen Spiel die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin.

Der Frühling ist zurück in der Stadt. So fühlt sich die lange Wartezeit nach dem Einlass ins Stadion zwei Stunden vor Spiel nicht mehr ganz so hart und lang an. Und während andere Mannschaften aus der Stadt dieser schönen Jahreszeit mit einem gewissen Bammel begegnen, blickten die Nilsson Mandela Allstars optimistisch auf dieses Spiel.

Die Gäste hatten zuletzt ihre anfällige Defensive unter dem neuen Coach Albert Riera stabilisiert und starteten mit einem Ritzu Doan oder Marion Götze auf der Bank. Vorne drin Jonathan „Jonny“ Burkardt. Nicht gut, der Nationalspieler hat uns am Millerntor schon so einige Dinger eingeschenkt.

Aber wieso denn nicht auch die Eintracht schlagen? Der Magische FC spielte zuletzt stark und leidenschaftlich. Eine gewisse Heimstärke ist zurück und auch gegen die Hessen agierten die Boys in Brown von Beginn an mit einem hohen Pressing.

Die erste große Chance hatte Mathias Pereira Lage nach einer Ecke in der 24. Minute. Mit dem Hinterkopf legte Tomoya Andō auf. Der Portugiese traf mit seinem satten Schuss aus fünf Metern nur den kurzen Pfosten. Das wär´s gewesen.

Der FC St. Pauli blieb weiter am Drücker, kombinierte in der gegnerischen Hälfte und kam durch Danel Sinani nur sechs Minuten später zur nächsten richtig guten Gelegenheit. Aus gut 20 Metern zog der Luxemburger ab und traf ebenfalls nur Alu. Spätestens jetzt wäre eine Führung verdient gewesen.

Danach passiert nicht mehr viel im ersten Durchgang und das sprach für eine gute Leistung des FC St. Pauli in der Defensive. Es wurde jederzeit strukturiert und schlau gegen den Champions Teilnehmer dieser Saison verteidigt.

Zwei Schreckmomente dann kurz nach dem Wechsel. In der 46. Minute tauchte der Franzose Jean-Matteo Bahoya nach einem sehenswerten Ball von Oscar Höjlund frei vor dem braun-weißen Tor auf. Keeper Nikola Vasilj entschärfte den Schuss auf´s lange Eck. Und gleich danach musste der zuletzt in richtig guter Form spielende Manolis Saliakas verletzte raus, für den wir diesmal extra zwei griechische Fans ins Stadion lotsten.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Das anfängliche Feuer der Eintracht erlosch ebenso rasant und es passierte nicht mehr viel. Nachdem Alexander Blessin Tomoya Andō gelb-belastet und mit wiederholtem Foulspiel auswechseln musste und sich dann auch James Sands verletzte, waren alle drei Wechselfenster des Trainers ausgeschöpft.

Lediglich ein 3er Wechsel, der in der 81. Minute mit viel Risiko verbunden gewesen wäre, hätte für noch mehr offensive Wucht sorgen können. Weder Martjin Kaars, noch Taichi Hara oder gar Abdoulie Ceesay wurde dies zugetraut. So blieb es beim torlosen Remis.

Schaut man allein auf die Kaderwerte von Transfermarkt ist dies ein weiterer gewonnener Punkt für den FCSP,  der in der Endabrechnung der Bundesliga-Tabelle noch sehr wichtig sein kann. Die Eintracht steht in diesem Spielervergleich mit 390,05 Millionen Euro auf Platz fünf. Anders der Magische FC, dessen Spieler in Summe lediglich 63,55 Millionen Euro aufweist und damit auf einem Abstiegsplatz steht.

Einen solchen Gang in Liga 2 gilt es zu verhindern. Auf geht´s also nach Gladbach! Wir Nilsson Mandela Allstars sind der Meinung: “The trend is your friend!” Forza St. Pauleee!

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