Fußball kann ungerecht sein? Schlimmer noch…

Nein, mit wirklich großer Aussicht auf fette Punkte für die Mission Klassenerhalt sind zwei Gorillas und ein Nachwuchs aus der Affenbande nicht nach Dortmund gereist. Aber: Ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung auf den großen Coup loderte dann doch – bis der VAR einen ganzen Kübel Wasser darüber ausleerte.

Aber mal von vorne: Das Westfalenstadion in Dortmund ist einfach ein Tempel. Punkt. Die Tradition mit dem Stadion Rote Erde gleich nebenan wabert permanent durch die Luft. Was wurden auf beiden Feldern schon für denkwürdige Spiele zelebriert. Und irgendwie gehört das gegen St. Pauli nun auch dazu.

Gleich zu Beginn waren unsere „Boys in (Auswärts-)White“ voll da. Immer einen Schritt schneller in der Defensive. Immer zu zweit vor Ort, wenn es brannte. Und so war das 0:0 zur Pause eigentlich schon eingebucht, weil wir nach vorne gaaaaanz überraschend auch nicht viel auf die Kette bekamen. Aber dann einmal Tiefschlaf – und Julian Brandt sagte Danke. 0:1, Abpfiff.

Nach der Pause waren wir gar nicht mehr selbstbewusst. Da konnten auch die 8000 mitgereisten FSCP-Fans mit anhaltend positiven Support nichts ändern. Das 0:2 fiel folgerichtig wieder viel zu einfach.

Wohl alle – auch die Gorillas vor Ort – hatten also abgeschlossen mit dem Thema Punktgewinn. Aber wir wurden belehrt. Denn: Wir können auf einmal wieder Standards. Und wie. Pengpuffpaff, Sands und Jones treffen, und vorbei war es mit der gelb-schwarzen Herrlichkeit. Da waren wir dann sogar näher am 3:2 und den nie mehr für möglich gehaltenen drei Punkten.

Doch da hatten die Kollegen im Kölner Keller dann etwas gegen. Ja, die Linie gehört zum Strafraum. Gleichzeitig ist es einfach so unfassbar realitätsfremd, in einer Szene, in der a) ein Tor so unwahrscheinlich gewesen ist, wie Olympiagold der Fidschi Inseln im Ski-Abfahrtslauf und b) auch niemand sonst – außer halt die Kollegas im Untergeschoss der DFL-Zentrale – auf Elfmeter appellierte. Richtig bitter: Der Brutalo-Tritt nach 15 Minuten von Nico Schlotterbeck gegen unseren Arkadiusz Pyrka wurde auf den 15 Monitoren in Köln wohl nicht ausgestrahlt.

Fazit: Wir sind nicht viel schlechter als die meisten anderen Teams in der Bundesliga. Natürlich auch nicht (viel) besser. Aber aktuell fehlt uns die Schippe Glück, um Mal überraschende Punkte zu holen.

Es bleibt zu hoffen, dass Alexander Blessin fürs Derby die vielen guten Momente und die Moral in positive Energie übertragen kann auf die Mannschaft. Das wird was. Denn: Die Nummer eins der Stadt sind wir!!!

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