Eine kleine Delegation aus zwei Gorillas und einem Mitglied unserer Affenbande machte sich an diesem Samstag früh auf den Weg nach Köln. Sie wollten dabei helfen, die scheinbar unendliche Niederlagenserie von neun Spielen in Folge endlich zu beenden. Es war ein schwieriges Spiel mit einem riesigen Abpiff-Jubel auch bei den Nilsson Mandela Allstars.
Machen wir uns nichts vor. Es sah nicht mehr danach aus, aber als Ricky-Jade Jones in der 4. Minute der Nachspielzeit das 1-1 köpfte fühlte sich dieser Punkt wie ein Sieg an.
Der 1. FC Köln kontrollierte dieses Spiel von Beginn an. Es war allein Nikola Vasilj zu verdanken, dass es mit einem 0-0 in die Halbzeit ging und am Ende zum Remis reichte.
In der 21. Minute rettete unser Keeper gegen Said El Mala und Sebastian Sebulosen. Zwischendurch traf Luca Waldschmidt noch den Pfosten, weil Eric Smith irgendwie mit seinem Bein leicht den Ball streifte. Ansonten standen die Boys in Brown im ersten Durchgang defenisv stabil. Nach vorne ging erneut wenig bis nichts.
In der 51. Minute jing dann dat Trömmelche für die Kölner. Nach einem eigenen Freistoß in der gegenerischen Hälfte fing sich der FC St. Pauli einen Konter. Said el Mala war nicht einzuholen und erzielte das 1-0 für den FC.
Nichts sah danach aus, dass das Team von Alexander Blessin nach dem Erfolg im Pokal unter der Woche dieses Spiel noch irgendwie erfolgreich beenden kann. Doch in der 92. Minute tauchte Abdoulie Ceesay plötzlich frei im Fünfmeterraum auf. Den Ball traf er bei seinem Hacktrick allerdings nicht.
Im direkten Gegenzug rettete Nikola Vasilj erneut zwei mal hintereinander. Erst gegen Ragnar Ache und dann gegen Florian Kainz. Die Entscheidung fällt nicht und so kommt es doch noch zum Showdown durch Ricky-Jade Jones.
Müngersdorf. 90 plus 4. Danel Sinani bringt den Ball noch einmal in den Strafraum und dann steigt er hoch. Ein sehenswerter Hubschrauber-Kopfball der seltenen Art. Aus der Drehung und aus einer Entfernung von zehn Metern zirkelte der Engländer den Ball ins lange Eck.
1-1. Wahnsinn. Ekstase im Auswärtsblock. Glücklich ja, aber die Mannschaft hat nicht aufgegeben und geht mit einem moralischen Push in die wichtigen Spiele gegen Heidenheim und Mainz.
Die Nilsson Mandela Allstars werden auch bei diesen beiden letzten Spielen im Jahr 2025 in den Stadien supporten. Und danach sieht die Tabelle schon ganz anders aus. Forza St. Pauli!